Wuppertaler SV - Germania Ratingen
2:1 (2:1)
Oberliga Nordrhein, 11.Spieltag 2001/2002



Datum: Samstag, 27.10.2001, 15:30 Uhr
Zuschauer: 1254 im Stadion am Zoo
Schiedsrichter: Dr.Alexandre N´touba (Jülich)
Tore:   1:0 (10.) Noel Kipre
            2:0 (12.) Noel Kipre
            2:1 (44.) Samet Atulahi

        Wuppertaler SV Germania Ratingen
  • Petrick
  • Oudshoorn
  • Rasche (70.)
  • Güngör
  • Gamgoum
  • Viszok
  • Demir
  • Atulahi
  • Staar
  • Zjacic (83.Demirci)
  • Knappmann (80.Kägebein)
Trainer: Frantisek Straka
Trainer: Bernd Klotz


WSV-Feuerwerk brannte nur kurz
(Quelle: WZ vom 29.10.2001)

Angstgegner Ratingen ist besiegt und der WSV neuer Tabellenführer der Oberliga. Nach 30 meisterlichen Minuten wurde es aber noch eine Zitterpartie.

Hätte am Samstag nach einer Viertelstunde jemand auf der Tribüne des Zoo-Stadions Wetten angeboten, der WSV werde heute zum vierten Mal in Folge 4:0 gewinnen, viele der gut 1200 Zuschauer hätten sicherlich mitgeboten. Bereits 2:0 führten die Gastgeber und wirbelten wie noch nie in dieser Saison. Doch wie es im Fußball oft ist, der WSV ging zu sorglos mit seinen Chancen um, kassierte eine Minute vor der Pause nach einem schweren Patzer den Anschlusstreffer und verlor den Faden. Am Ende durften Spieler wie Zuschauer froh sein, dass die drei Punkte an der Wupper blieben. Das bedeutet zudem die Tabellenführung, denn der bisherige Primus aus Velbert spielte nur Unentscheiden gegen Osterfeld und die Partie der Köln-Amateure gegen Bocholt wurde abgesagt.

 Flügelspiel, Zweikampfstärke und ein atemberaubendes Tempo eine so starke Anfangsphase hatten die Wuppertaler, nach den letzten Erfolgen vor Selbstvertrauen strotzend, zu Hause lange nicht gezeigt. Nur folgerichtig hieß es schon nach zehn Minuten 1:0, als Sven Steup im Ratinger Strafraum nachsetzte und Noel Kipre sein Zuspiel aus acht Metern verwandelte. Eine Minute später startete Thomas Euler auf links wie ein Wirbelwind, flankte von der Eckfahne in vollem Lauf flach und scharf herein und Torjäger Ales Kohout spritzte trotz Bedrängnis in den Ball. Ein Supertor!

 Jetzt war nicht nur Sascha Walbröhl bekannt für seine Vorliebe, mit Hacke und Spitze zu spielen in seinem 100. Meisterschaftsspiel für den WSV in seinem Element. Auch seine Mitspieler zauberten zeitweise. Kohouts lockerer Schlenzer über den Torwart wurde aber von einem nachstürmenden Ratinger noch vor der Linie abgefangen, und Kipre schoss allein vor Torwart Petrick neben das Gehäuse statt den Keeper zu umspielen.

So macht man Gegner stark. Und tatsächlich zeigten allmählich auch die Ratinger, dass sie Fußball spielen können. Dazu schenkte ihnen Yasar Kurt, der seinem Gegenspieler am eigenen Strafraum den Ball aus zwei Metern in den Fuß spielte, quasi den Anschlusstreffer. Eine Minute nach der Pause traf der Ex-Ronsdorfer Dalibor Zjacic dann nur den Pfosten. Der WSV hatte zwar auch noch Chancen, konnte aber nicht an die ersten 30 Minuten anknüpfen und hatte Glück, dass Schiedsrichter Dr. Alexandre Ntoumba den Ex-WSV-er Andre Rasche nach wiederholtem Foulspiel gegen Kohout vom Platz stellte. Im Gegensatz zum WSV zeigte Ntoumba einziger schwarzer Schiedsrichter im Westdeutschen Fußballverband und erst 31 Jahre alt über volle 90 Minuten eine Klasse-Leistung. Er verdiente sich ein Sonderlob, der WSV insgesamt den Sieg.