Wuppertaler SV - Borussia Mönchengladbach
2:3 (0:0)
Testspiel 2007/2008



Datum:  Samstag, 14.07.2007, 16:00 Uhr
Zuschauer: 3797 im Stadion am Zoo
Schiedsrichter: Andre Stachowiak (Duisburg)
Tore: 0:1 (48.) Moses Lamidi
          0:2 (54.) Sascha Rösler
          1:2 (74.) Marcel Reichwein
          1:3 (76.) Sascha Rösler
          2:3 (90.+1) Tolga Öztürk

Wuppertaler SV         Borussia Mönchengladbach
  • Gospodarek (46.Heimeroth)
  • Levels (46.Bögelund)
  • Gohouri (46.Fleßers)
  • Brouwers (46.Voigt)
  • Compper (46.Van den Bergh)
  • Ivana (58.Baumjohann)
  • Paauwe (46.Rösler)
  • Polanski (46.Svärd)
  • Marin (46.Coulibali)
  • Rafael (46.Friend)
  • Neuville (46.Lamidi)
Trainer: Wolfgang Jerat
Trainer: Jos Luhukay



Zaubertore und Manöverkritik

Quelle: Westdeutsche Zeitung vom 16. Juli 2007

Testspiel gegen Mönchengladbach: Mit 2:3 (0:0) unterliegt der WSV dem Zweitligisten Mönchengladbach.


Wuppertal. Spieler um Spieler wechselte WSV-Trainer Wolfgang Jerat im Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach nach der Pause aus. Einige durften erst nach einer kurzen Manöverkritik am Spielfeldrand auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Besonders Marco Neppe und Daniel Voigt gab Jerat Ratschläge mit auf den Weg, denn das Abwehrverhalten bei den drei Treffern des Zweitligisten Borussia Mönchengladbach hatte ihm nicht gefallen.

Individuelle Klasse machte Gladbachs Trainer Jos Luhukay beim Tor von Moses Lamidi und dem Doppelschlag von Sascha Rösler aus. Wolfgang Jerat listete Stellungsfehler auf, die den Alleingang von Moses Lamidi und die Zaubertore von Sascha Rösler begünstigten.

„Wenn Marco Neppe von Moses Lamidi ausgespielt wird, dann muss Daniel Voigt raus und ihn unterstützen, um den Schuss abzublocken“, beschrieb Jerat die Fehler beim ersten Gegentreffer.

Als strahlender Verlierer wollte sich der WSV-Coach nicht präsentieren, obwohl er den Test und die gesamte Saisoneröffnungsfeier wie sein Kollege Luhukay insgesamt als gelungen bezeichnete. Das gilt für die fußballerische Leistung des WSV jedoch ohne Abstriche nur für die starke erste halbe Stunde, als schnell kombiniert wurde.

Als die Borussen mit zehn frischen Spielern aus der Kabine kamen, wurden bei einigen WSV-Spielern der Anfangsformation die Beine schwer. In dieser Phase war doch ein Klassenunterschied zu erkennen, und die Niederlage hätte sogar deutlicher ausfallen können.

„Schwere Beine in dieser Phase sind ganz normal“

„In einer solchen Phase ohne freien Trainingstag ist das aber ganz normal. Das wird schon bald anders aussehen“, kommentierte Co-Trainer Joachim Hopp die aktuelle Form des Kaders, in dem längst noch nicht alle Stammplätze vergeben sind.

Für die spektakulären Momente in einer torreichen Partie sorgten die Gäste. Szenenapplaus gab es für die rasanten Dribblings der Gladbacher „Zaubermaus“ Marko Marin, der als eines der größten Talente im deutschen Fußball gilt und Oliver Neuville in den Schatten stellte. Sascha Rösler dürfte sich mit seinem Auftritt und seinen Toren auf Anhieb in die Herzen der etwa 500 Mönchengladbacher Fans gespielt haben.

Sehenswert sein Heber über Christian Maly zum 2:0. Die eingewechselten Stürmer Marcel Reichwein und Tolga Oztürk trafen in der Schlussphase für den WSV, der allerdings im Angriff über weite Strecken völlig harmlos blieb. Dirk Heinzmann kam nur selten in Ballnähe, Sven Lintjens ist vom Typ her mehr ein offensiver Mittelfeldspieler als ein torgefährlicher Angreifer.