Wuppertaler SV - Fortuna Düsseldorf
0:1 (0:1)
Regionalliga Nord, 3.Spieltag 2007/2008



Datum:  Samstag, 11.08.2007, 14:00 Uhr
Zuschauer: 10341 im Stadion am Zoo
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Tore:   0:1 ( 8.) Christian Erwig
       
58.: Michael Melka hält Handelfmeter von Mahir Saglik

Wuppertaler SV         Fortuna Düsseldorf
  • Melka
  • Krecidlo (70.Palikuca)
  • Cakir
  • Langeneke
  • Hergesell
  • Christ (54.Hampel)
  • Lambertz
  • Anfang
  • Cebe
  • Erwig
  • Lawarée (79.Heidinger )
Trainer: Wolfgang Jerat
Trainer: Uwe Weidemann



Derby gegen Fortuna: Nicht nur ein Elfer geht daneben

Quelle: Westdeutsche Zeitung vom 13. August 2007

Der WSV unterliegt vor 10 341 Zuschauern mit 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf. Das Los für die zweite Runde im DFB-Pokal fiel am Sonntagabend auf Hertha BSC Berlin.


Wuppertal. Ein Querschläger im Strafraum von André Wiwerink, der zum entscheidenden Gegentor durch Christian Erwig (8.) führte, ein verschossener Elfmeter von Mahir Saglik (58.). Wenn man zudem die fehlende Kraft nach der beinharten englischen Woche und das fehlende Quäntchen Glück nennt, sind die wichtigsten Gründe für das 0:1 gegen Fortuna Düsseldorf schon genannt.

Nach außen demonstrierte die Führungsriege des WSV Harmonie nach der bitteren Derby-Niederlage. Doch ganz ohne Diskussionen wird es bis zum Auswärtsspiel in Ahlen am kommenden Samstag vermutlich nicht abgehen.

Warum zum Beispiel wurden Freistöße und Ecken derart schwach und zuweilen unkonzentriert ausgeführt? Warum wurde Torjäger Mahir Saglik als erster WSV-Spieler ausgewechselt und warum spielte Tim Jerat nach seiner Verletzungspause in seinem ersten Pflichtspiel gleich 90 Minuten durch?

WSV-Trainer Wolfgang Jerat führte taktische Gründe für die Ein- und Auswechslungen ins Feld. Saglik habe einen müden und niedergeschlagenen Eindruck nach dem vergebenen Elfmeter gemacht. Der Wechsel Stürmer gegen Stürmer (Reichwein für Saglik) habe taktische Gründe gehabt. Interessant dürfte sein, wie Michael Stuckmann und Dennis Malura mit ihrer Reservistenrolle umgehen.

Stuckmann bescheinigte Wolfgang Jerat gegen RWO ein gutes Spiel. Trotzdem erhielt Tim Jerat den Vorzug. „Stucki hat schlucken müssen, als ich ihm meine Entscheidung mitteilte. Doch der Konkurrenzkampf im Kader wird noch härter, wenn mit Tobias Damm und Hüzeyfe Dogan (zurück im Mannschaftstraining, d. Red.) zwei weitere Spieler hinzukommen“, erklärt Wolfgang Jerat.

In der Tat scheint der Kader seit der Verpflichtung von Tobias Damm stärker besetzt als in der vergangenen Saison. Spielerisch war der WSV der Fortuna m+indestens ebenbürtig, wobei die Zielstrebigkeit im Angriff wegen der fehlenden Frische fehlte. Diese Ausrede gilt in Ahlen nicht. Gegen das Überraschungsteam könnte die Mannschaft ohnehin ganz anders aussehen. Es eröffnen sich so viele personelle und taktische Varianten für Trainer Wolfgang Jerat, dass darin Chance und Gefahr zugleich liegt. Doch das ist ein Luxusproblem.

Pokallos

Es hätte schlimmer kommen können: „Glücksfee“ Annike Krahn (25-fache Nationalspielerin vom FCR Duisburg) bescherte dem WSV am Sonntagabend mit Hertha BSC Berlin (Foto: Gerhard Bartsch) zwar kein Traumlos, aber immerhin den erhofften Bundesligisten für die zweite Runde des DFB-Pokals. Die wird am Dienstag, 30. und Mittwoch, 31. Oktober, ausgetragen. Wann die Partie genau stattfindet, ist noch nicht klar. Für den WSV ist Hertha jedenfalls kein übermächtiger Gegner. Der Hauptstadt-Klub startete mit einer 0:1-Niederlage in Frankfurt in die Bundesliga-Saison und will sich noch auf verschiedenen Positionen verstärken.